Im Archiv -- keine Kellerware
Lebensfrage?
Meine Frau liest ziemlich viel. Wenn ich schon mal in ihre Bücher reinschau, denk ich: Mein Gott! Voller Gruselgeschichten. Etwa angestrichen sowas:
„Wieder das Geräusch, dieses leise Knacken im Holz, das alte Gebäude nun einmal machen. Doch es kam wieder, näher diesmal, langsam über den Flur, obwohl ich genau wusste, dass die Tür verschlossen war. Schlupfte in den Schrank. Beide Türen zu. Als ich mich nicht mehr rührte, hörte auch das Geräusch auf. Dann klopfte es von innen an die Schranktür.“
So toll literarisch finde ich das sowieso nicht.
Ich kann es mir schwer erklären. .
Das ist eine eher allgemeine Sache. Wenn sie mal bei Amazon schauen, wer zu welchen Büchern was zu schreiben hat, dann sehen, dass mehr Frauen zu Mördergeschichten was schreiben. Aber warum? Gehen wir mal davon aus, dass sie sie auch gelesen haben. Die Frauen wollen sich damit wohl wappnen ‒ heißt es. Sie befürchten, sie könnten selbst als Opfer vorkommen. Und natürlich nicht nur in der Geschichte. Was ihnen so blühen könnte und was sie dann tun könnten.
Und so könnte man sich wappnen?
Aber bitte keine Angst vor Ihrer Frau.
Im Grunde ist das Ganze eher paradox. Denn in der intensiven Beschäftigung mit sowas tritt es immer mehr in den Fokus. Und das könnte eher gruselig werden.
Also bitte achtsam.